Präventionsveranstaltung bei der RheinEnergie AG in Köln

Skelett- und Muskelerkrankungen haben in den letzten Jahren stark zugenommen und sind derzeit eine der häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit.
Nach Aussage der BKK gehen rund 70 Millionen krankheitsbedingte Fehltage jährlich auf das Konto von Rückenbeschwerden und -erkrankungen, und die Hälfte aller Anträge auf Frührente wird aufgrund von Wirbelsäulenerkrankungen gestellt.
Da gesunde Mitarbeiter ein wichtiger Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens darstellen, hat sich die RheinEnergie AG entschlossen, unter dem pro:fit!-Logo eine Aktionswoche zum Thema „Ergonomie am Bildschirmarbeitsplatz“ durchzuführen.
Eine Woche lang konnten sich die Mitarbeiter des regionalen Energieversorgers aus Köln im Rahmen einer Ausstellung im Foyer des Verwaltungsgebäudes in Köln ausführlich zu den Themen „Rücken“ und „Sehen“ informieren.

Buchstäblich den Mittelpunkt der Ausstellung bildeten zwei komplett eingerichtete Bildschirmarbeitsplätze. Diese zeigten anschaulich, dass es nicht nur auf die technische Ausstattung der Arbeitsplätze ankommt, sondern auch darauf, dass jeder einzelne Mitarbeiter die bereitgestellten ergonomischen Arbeitsmittel fachgerecht nutzt.
Wie auf dem Foto zu sehen ist, sind beide Arbeitsplätze mit den gleichen Materialien ausgestattet, nur werden sie in dem linken Beispiel nicht ergonomisch verwendet.

- Seitliche Aufstellung des Bildschirms
Folge: Verspannungen durch die ungleichmäßige einseitige Belastung der Muskulatur
- Nicht parallele Aufstellung des Bildschirms zur Lichtquelle
Folge: Augenermüdung durch Blendwirkung
- Erhöhte Aufstellung des Bildschirms
Folge: Nackenschmerzen durch Überstreckung der Halswirbelsäule
- Zu geringer Sehabstand
Folge: Sehermüdung
- Einschränkung der Beinfreiheit durch PC, Mülleimer
Folge: venöse Durchblutungsstörungen, Beinschwellungen

Alle Einzelheiten werden auf den Tafeln „So sitzen sie richtig“ bzw. „So bitte nicht“ für die Mitarbeiter nachvollziehbar erläutert.
In der Ausstellung und den beiden Modellarbeitsplätzen „versteckten“ sich auch die Antworten auf die Fragen eines Gewinnspiels für die Mitarbeiter der RheinEnergie AG. Wer sich intensiv mit dem Thema Ergonomie auseinander setzte, hatte die Chance, einen der attraktiven Preise zu gewinnen. Als 1. Preis lockte eine von der Gemeinsamen Betriebskrankenkasse (GBK) Köln gestiftete Wellness-Woche für zwei Personen.
Bereits im Vorfeld der pro:fit!-Aktion waren die Kurse zur Rückenschule und zum Sehtraining ausgebucht. Insgesamt nutzten über 600 Mitarbeiter die Möglichkeit, die angebotenen Schnupperkurse zu besuchen. Eine weitere Attraktion der Ausstellung war das „Back-Check-Gerät“ des IPN, Köln zur Rumpfmuskelmessung. Hier hatten die Mitarbeiter die Gelegenheit, mögliche Defizite ihrer Bauch- und Rückenmuskulatur bestimmen zu lassen.
Neben dem Thema „Rücken“ bildete der Bereich „Sehen“ den zweiten Themenschwerpunkt der Ausstellung.
Ein Sehtest öffnete manchem die Augen über seine Sehkraft. Im Sehtraining erlernten die Mitarbeiter ihr Sehvermögen, das gerade bei der Arbeit am Bildschirm stark beansprucht wird, mit Hilfe von Augen-übungen zu stärken bzw. die Augenmuskulatur gezielt zu entspannen.
Zusätzlich zu den Veranstaltungen im Foyer des Verwaltungsgebäudes wurden noch Einzelberatungen an Arbeitsplätzen vor Ort zur ergonomischen Gestaltung der Büroarbeit vorgenommen.
Die Beratungen, die auf reges Interesse in den Fachbereichen stießen, wurden von den Sicherheitsfachkräften und Betriebsärzten der RheinEnergie AG sowie der Gemeinsamen Betriebskrankenkasse Köln vorgenommen.
Die Aktionswoche ist ein Baustein der Gesundheitspolitik der RheinEnergie AG. Sie soll das Interesse und die Eigenverantwortung der Mitarbeiter wecken, etwas für ihre Gesundheit zu tun. Unter dem pro:fit!-Logo wird sie fortgeführt. Im April 2005 sind die Folgekurse in der Rückenschule, dem Sehtraining und im Nordic-Walking gestartet.

In der Rückenschule erlernen die Mitarbeiter rückenschonende Verhaltensweisen in ihren Alltag zu integrieren. Das funktionelle Übungsprogramm hilft, Beschwerden vorzubeugen und entgegenzuwirken.
Im Sehtraining werden Übungen gezeigt, um ungünstige Sehgewohnheiten zu korrigieren und die Augenmuskulatur gezielt zu entspannen. Ebenso wird das Sehen bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen sowie im Nah- und Fernbereich geschult.
Im Nordic-Walking, bei dem 80% der gesamten Muskulatur trainiert werden, haben die Mitarbeiter die Gelegenheit, präventiv etwas für ihre Gesundheit zu tun.
Der erfolgreiche Ablauf dieser Präventionsveranstaltung ist das Ergebnis der guten Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Fachbereichen, der Abteilung Umweltschutz und Arbeitssicherheit, den Betriebsärzten sowie der Unternehmenskommunikation.
Unterstützt wurde die Aktionswoche von der Gemeinsamen Betriebskrankenkasse Köln, den KölnBädern, der BGFW sowie von Firmen aus der Region.
Nähere Informationen zu dieser Präventionsveranstaltung erhalten Sie von:
Dr. Martin Kaupe
Umweltschutz und Arbeitssicherheit
RheinEnergie AG, 50606 Köln
Tel.: (02 21) 178 15 88
mailto: m.kaupe@rheinenergie.com
Für interessierte Unternehmen besteht die Möglichkeit der Leihgabe der Ausstellung.
