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Rekordrückgang bei tödlichen Unfällen

Die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle ist im ersten Halbjahr 2004 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 6 Prozent auf 413.232 gesunken. Bei den meldepflichtigen Wegeunfällen ist sogar ein Rückgang um fast 11 Prozent auf 76.729 Fälle zu verzeichnen. Das teilt der Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften in Berlin mit. Auch die Zahl der schweren Arbeitsunfälle, die zu einer neuen Unfallrente führten, sank deutlich um 9 Prozent auf 8704. Die neuen Unfallrenten aufgrund von Wegeunfällen gingen um 5 Prozent auf 2895 zurück.

Rekordrückgang bei tödlichen Unfällen
Besonders erfreulich ist der Rekordrückgang bei den tödlichen Unfällen: Bei den tödlichen Arbeitsunfällen konnten mit 276 Fällen im ersten Halbjahr fast 20 Prozent weniger verzeichnet werden, die tödlichen Wegeunfälle sanken mit 226 Fällen um fast 9 Prozent.

"Jeder tödliche Unfall ist einer zuviel. Aber insgesamt zahlen sich die Investitionen in die Prävention von Unfällen oder besser in die Gesundheit der Menschen aus. Dieser soziale Standortfaktor kommt mir manchmal etwas zu kurz in der gegenwärtigen Diskussion, in der oft nur die Kosten im Vordergrund stehen", erklärt Dr. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften.

Nach neuesten Untersuchungen liegt Deutschland mit diesem stark rückläufigen Unfalltrend in Europa an der Spitze. "Aber natürlich hat das auch positive Auswirkungen auf die Kostensituation bei den Unternehmen. Wären die Unfallquoten seit 1980 unverändert geblieben, müssten die Berufsgenossenschaften und damit die Unternehmen insgesamt rund 2,75 Milliarden Euro mehr allein für die Entschädigung von Arbeits- und Wegeunfällen aufbringen. Damit hätte sich für das Jahr 2003 - ohne die Berücksichtigung weiterer, hieraus resultierender Kosten, beispielsweise für Verwaltung - der Durchschnittsbeitragsatz von 1,35 Prozent auf rund 1,76 Prozent erhöht. Das Umlagesoll wäre um 30 Prozent höher als es tatsächlich ist", führt Breuer weiter aus.
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