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Aktuelles

Die Ruhr-Universität teilt mit:
UV-Schutzkleidung bekommt ein eigenes Siegel

Oft wird stundenlang in der Sonne gearbeitet (z. B. im Rohrnetz).
Ungeschützt sollte man dies nicht tun. Am besten man zieht sich was an. Wie aber soll dieses "was" beschaffen sein? Sicherheit bringt jetzt ein neues Siegel, das standardisiert geprüfte und einer neuen EU-Norm entsprechende Kleidung kennzeichnet. Die kleine gelbe Sonne zeigt dem Käufer an, dass das gewählte Kleidungsstück einen Lichtschutzfaktor von mindestens 40 hat und damit auch nass oder auf andere Art mitgenommen vor der schädlichen UV-Strahlung schützt. Mitgewirkt an der Entwicklung des neuen Standards haben Dermatologen der Ruhr-Universität Bochum.

Um festzustellen, wie hoch der Schutz durch ein Kleidungsstück ist, hat eine Arbeitsgruppe, in der Dermatologen, Physiker, Textiltechnologen und Bekleidungshersteller aus ganz Europa zusammenarbeiteten, im Rahmen eines vom Bundesforschungsministerium finanzierten Projekts standardisierte Messmethoden für den UV-Schutz von Textilien entwickelt. Der erste Teil des so erarbeiteten EU-Standards (EN 13758-1) legt für normgerechte Bekleidungstextilien ein Verfahren zur Bestimmung der Durchlässigkeit von UV-Strahlung fest.

Damit Verbraucher normgerechte Kleidung beim Einkauf auch leicht erkennen können, legt der zweite Teil des EU-Standards (EN 13758-2) die Klassifizierung und Auszeichnung von Sonnenschutzkleidung fest. Das Siegel erhalten nur Kleidungsstücke, die einen Lichtschutzfaktor von mindestens 40 (40+) haben. Unabhängig davon darf die durchgelassene UVA-Strahlung nach dem Europäischen Standard 5% nicht überschreiten. Demnach können Textilien trotz eines Lichtschutzfaktors von 40+ bei einer UVA-Durchlässigkeit von über 5% nicht ausgezeichnet werden. Darüber hinaus zeichne sich der Standard im Gegensatz zu anderen Standards aus, dass strenge Anforderungen an das Design des Bekleidungsstücks gestellt werden.

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